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Europäische Sicherheitsnormen EN 1176-1:2008

Die neu überarbeitete Europäische Sicherheitsnorm EN 1176-1:2008 erschien im August 2008 und ersetzt die bisherige Norm EN 1176:1998 und EN 1177:1997.

Der Anwendungsbereich der Norm schliesst Geräte ein, die für den Gebrauch in Schulen, Kindergärten, auf öffentlichen Spielplätzen, in Restaurants, Einkaufszentren, touristisch genutzten Anlagen und allen öffentlich zugänglichen Orten bestimmt sind. Bei Mehrfamilienhäusern gilt der Spielplatz ab drei Wohneinheiten als öffentlich.

Werden Geräte oder Einrichtungen aufgestellt – wie zum Beispiel Baumstämme zum Klettern, Arenen, Zäune usw. – sind diese keine Geräte im Sinne der Norm, müssen aber die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen der Norm erfüllen.

Die Norm kann keine Garantie für eine absolute Sicherheit bieten. Kinder müssen lernen, mit annehmbaren Risiken umzugehen. Dies kann auch mal zu Prellungen, Quetschungen oder gelegentlich zu gebrochenen Gliedmassen führen. Das Ziel dieser Norm ist es, in erster Linie Unfälle zu verhindern, welche zu schweren Verletzungen mit Folgeschäden oder sogar zum Tod führen können.

Wichtige Begriffe aus der Norm:

Freiraum
Raum in, auf oder um das Gerät herum, der von einem Benutzer des Gerätes während einer Bewegung eingenommen wird (Darstellung/Platzbedarf wird mit einem Zylinder dargestellt – siehe Skizze 1).

Fallraum
Raum in, auf oder um das Gerät herum, der von einem Benutzer des Gerätes eingenommen werden kann, der von einem erhöhten Teil des Gerätes fällt.
(Darstellung siehe Skizze 1).

Aufprallfläche
Fläche, auf welche ein Benutzer nach einem Sturz durch den Fallraum auftreffen kann (Darstellung siehe Skizze 1).

Freie Fallhöhe
Grösster lotrechter Abstand von der eindeutig definierten Standfläche zu der Aufprallfläche darunter (Darstellung siehe Skizze 1 und Tabelle «A» unten).

Leicht zugängliche Geräte
Wenn nur einfache Geschicklichkeit für die Besteigung des Gerätes notwendig ist und sich der Benutzer leicht und frei bewegen kann.
 




Fallschutz
Stossdämpfende Untergründe dienen als Schutz vor Verletzungen bei einem möglichen Sturz. Die Norm bezieht sich auf sechs verschiedene Fallschutzmaterialien – siehe Tabelle «B» unten.

Bei der Planung des Spielplatzes sollten auf folgende Punkte für die Definition des Fallschutzes geachtet werden:
 

  • Lokalität des Spielplatzes (Nähe zu einem Wald, Beschattung usw.)

  • Beschaffenheit des Bodens (lehmhaltig)

  • Möglicher Unterhalt berücksichtigen

  • Art der Geräte (dynamische oder statische Geräte)

 
Tabelle «B» für üblicherweise benutzte stossdämpfende Materialien, Schichtdicken und entsprechende kritische Fallhöhen

Hinweis: Stossdämpfende Materialien sollten angemessen gewartet werden. Unterlassene Wartung solcher Flächen hat zur Folge, dass die Stossdämpfung erheblich reduziert wird.
 

Fundamente
Fundamente müssen so ausgeführt sein, dass keine Gefährdung durch Stolpern oder Aufprall entsteht. Detaillierte Angaben zu den Fundamentquerschnitten finden sie bei den jeweiligen Produkten.

Leicht zugängliche Geräte mit Eingangsöffnungen, Geländer und Brüstungen
Leicht zugängliche Elemente sind:

  • Treppen

  • Rampen

  • Terrassenförmige Plattformen mit einer Höhendifferenz von weniger als 60 cm.

  • Leitern sind ein leicht zugänglicher Zugang, es sei denn die erste Sprosse befindet sich mehr als 40 cm über dem Boden.


Öffnungen in Brüstungen bei steilen Spielelementen dürfen eine Breite von 50 cm nicht überschreiten.

Definition von steilen Spielelementen:

  • Zugangs- und Abgangselement mit einer Neigung von mehr als 45° zur Horizontalen

 

Wartung und Inspektion
Detaillierte Angaben und Wartungsanleitungen finden Sie bei den Wartungsanleitungen.
 

 

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